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Tempel des Chnum

In der Stadt Esna liegt die große Säulenhalle des Tempels des Chnum deutlich unter dem Niveau der heutigen Straßen. Das dem widderköpfigen Gott Chnum geweihte Heiligtum ist für seine verzierten Säulen und seine astronomische Decke bekannt.

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Der Gott, der die Menschen auf seiner Töpferscheibe formte

Chnum wurde als Schöpfergott verehrt, der die Menschen auf einer Töpferscheibe formte. In Esna galt die Verehrung neben ihm auch der Göttin Neith. In griechischer Zeit hieß die Stadt Latopolis, nach dem Nilbarsch, der hier als heilig galt.

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Eine römische Halle mit ptolemäischer Vorgeschichte

Die erhaltene Halle entstand in römischer Zeit und schloss an einen älteren ptolemäischen Tempel an, von dem nur die Rückwand geblieben ist. Ihre verzierten Säulen tragen eine große Vielfalt an Pflanzenkapitellen, und die Wände zeigen römische Kaiser in der traditionellen Rolle des Pharaos. Die Inschriften gehören zu den spätesten in Hieroglyphen verfassten Tempeltexten Ägyptens.

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Hier erscheinen römische Kaiser noch im Gewand der Pharaonen und bringen einem widderköpfigen Gott ihre Opfer dar.
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Die astronomische Decke und ihre wiedergewonnenen Farben

Die Decke der Halle ist mit astronomischen Darstellungen geschmückt, darunter Tierkreiszeichen. Bei jüngeren Restaurierungen durch ein ägyptisch-deutsches Team wurden Ruß und Schmutz aus Jahrhunderten entfernt, sodass lange verborgene Farben wieder sichtbar sind.

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Geweiht
Chnum
Griechischer Name
Latopolis
Erhalten
Säulenhalle
Epoche
Griech.-römisch

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