Tempel von Kom Ombo
Der Tempel von Kom Ombo ist ein ungewöhnliches und faszinierendes Bauwerk in der Stadt Kom Ombo, etwa 48 Kilometer nördlich von Assuan. Einzigartig macht ihn seine Weihung an zwei Götter: den falkenköpfigen Haroeris und den Krokodilgott Sobek.
Ein Tempel für zwei Götter
Die doppelte Weihung spiegelt sich im symmetrischen Grundriss wider: Die beiden Tempelhälften sind spiegelgleich. Zwei Eingänge führen auf parallelen Achsen durch das Gebäude zu einem Paar von Heiligtümern. Der Tempel stammt aus der Ptolemäerzeit, unter den Römern wurde weitergebaut.
Chirurgische Instrumente und Ptolemaios XII.
Die Wände des Tempels sind mit kunstvollen Reliefs und Inschriften geschmückt. Besonders bekannt ist ein Relief, das oft als Darstellung chirurgischer Instrumente gedeutet wird und einen Einblick in die Medizin des alten Ägypten gibt. Ein weiteres bemerkenswertes Relief zeigt Ptolemaios XII., den Vater von Kleopatra, beim Opfer an die Götter.
Zwei Götter teilen sich hier einen Tempel, jeder mit eigenem Tor und eigenem Heiligtum.
Die Krokodile des Sobek
Der Tempel steht direkt am Nil, wo Krokodile einst zum Alltag gehörten. Sobek wurde hier als ihr göttlicher Herr verehrt, und mumifizierte Krokodile aus der Umgebung sind in einem kleinen Museum neben dem Tempel ausgestellt.
- Geweiht
- Sobek, Haroeris
- Epoche
- Ptolemäerzeit
- Ab Assuan
- Etwa 48 km
- Lage
- Ostufer
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