Memnonkolosse
Die Memnonkolosse sind zwei riesige Sitzstatuen von Amenophis III. am Westufer von Luxor. Seit mehr als dreitausend Jahren blicken sie nach Osten, zum Nil.
Wächter eines verschwundenen Tempels
Die Statuen bewachten einst den Eingang zum Totentempel von Amenophis III., einem der größten Tempel im alten Theben. Überschwemmungen, Erdbebenschäden und späterer Steinraub ließen fast nichts von ihm übrig, sodass die beiden Kolosse heute allein in den Feldern stehen. Archäologen haben auf dem Gelände hinter ihnen inzwischen Statuen und weitere Überreste geborgen.
Woher der Name Memnon stammt
Den Namen gaben ihnen Griechen und Römer, die die Statuen mit Memnon verbanden, einem Helden des Trojanischen Krieges. Nachdem ein Erdbeben in der Antike den nördlichen Koloss beschädigt hatte, soll er in der Morgendämmerung einen Ton von sich gegeben haben, und Reisende kamen, um ihn zu hören. Besucher der Römerzeit ritzten ihre Eindrücke in den Stein, und auf seinen Beinen sind die Inschriften noch heute zu lesen. Nach einer Reparatur in römischer Zeit soll der Ton verstummt sein.
Der Tempel ist verschwunden, doch seine beiden steinernen Wächter haben ihren Posten nie verlassen.
Riesen aus Quarzit
Jede Statue ist aus Quarzit gehauen und rund 18 Meter hoch. Sie zeigt den König sitzend, die Hände auf den Knien, mit kleineren Figuren seiner Mutter Mutemwia und seiner Gemahlin Teje neben den Beinen.
- Darstellung
- Amenophis III.
- Höhe
- Etwa 18 m
- Material
- Quarzit
- Dynastie
- 18.
Auf diesen Reisen erleben
Als optionaler Ausflug an Tag 2 buchbar, im Rahmen des Besuchs am Westufer.



